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  • manu-hinmueller

Rund um's Weißbier

Aktualisiert: 29. März 2023



Es ist ein Symbol für den bayrischen Lifestyle und darf in keinem Biergarten fehlen.

Für über 60 verschiedene Marken werden jedes Jahr in Bayern rund 8,67 Mio. hl gebraut.

Und es schmeckt einfach gut!

Das Weißbier.


Doch was ist eigentlich drin?

Was ist der Unterschied zwischen Weiß- und Weizenbier?

Und gibt es ein Mittel gegen den berüchtigten Weißbierschiss?😓

Für diese und weitere Infos seid Ihr hier genau richtig😉


Kurze Infos zur Geschichte des Weißbiers: Anfang des 15 Jhds. haben die Brüder Herzog Wilhelm IV. und Ludwig X. (Wittelsbacher) im „Bayrischen Reinheitsgebot" zu den Zutaten Hopfen und Wasser erstmal nur die Gerste als zulässiges Braugetreide festgelegt. Der Weizen war nämlich zu kostbar und wurde für die Zubereitung von Brot verwendet. Doch die Wende folgte schon am 3. August 1548, als Herzog Wilhelm IV. seinem Landhofmeister Hans VI. von Degenberg in Schwarzach (Niederbayern),zur Würdigung dessen Dienste, die Erlaubnis erteilte, Weißbier zu brauen und damit zu handeln. Kurz ging es drunter und drüber, als Herzog Albrecht V., Sohn Wilhelms IV, im Jahre 1567 das Weißbierbrauen wieder verboten hatte.

Grund dafür war erneut die Kostbarkeit des Weizens. „Doch nicht mit mir", dachte sich dann Wilhelm V. (Enkel v. Wilhelm IV.), der am 14.6.1586 Ottheinrich v. Schwarzenberg das Weißbierprivileg für sein Brauhaus in Winzer an der Donau verlieh. Nach dem Tod von Hans von Degenberg, übernahm Maximilian I. (Urenkel Wilhelm IV) die 1548 überreichte Brauerlaubnis, sowie die Degenberger Weißbierbrauereien.

Über die Jahre entwickelten die Wittelsbacher ein bayernweites Weißbiermonopol. Nachdem im Jahr 1607 mit dem Bau des „Weißen Hofbräuhauses" in München begonnen wurde (übrigens Standort des heutigen „Hofbräuhauses"), folgten weitere kurfürstliche Brauhäuser in ganz Bayern. Erst Mitte des 18. Jhd. bahnte sich das erste Tief an, als durch die Verbesserung der Brautechnik das Braunbier qualitativ besser wurde und dadurch die Weißbiernachfrage sank. Eine Idee musste her.

Und so kam es, dass 1798 Kurfürst Karl-Theodor das kurfürstliche Weizenbierbraurecht aufhob und es Jedermann verlieh. Wie sich das entwickelte, kann man ja heute seh'n,

Soweit mal der trockene Teil😅


Herstellung: Das Weizenbier ist ein obergäriges Bier, Zu über 50% besteht es aus obergäriger Hefe aus Weizenmalz.

Hinzu kommt dann noch Gerstenmalz.

Obergärig und untergärig ist auch ganz einfach zu erklären. Die obergärige Hefe steigt während des Gärverlaufs an die Oberfläche des Gargefäßes. Die untergärige Hefe, die man z.B. für Pils und Märzen verwendet, sinkt demnach während des Prozesses auf den Boden des Gefäßes. Natürlich gibt es verschiedene Weißbiere und da jede Brauerei seine eigenen Geheimnisse bei der Braukunst hat, gehe ich da jetzt nicht weiter ins Detail.



Unterschied zwischen Weißbier und Weizenbier: Oft liest man in einem Text beide Begriffe.

Doch spricht man dabei von ein und demselbem?

JA!

Seit dem 16. Jahrhundert handelt es sich bei den beiden Wörtern um Synonyme. Davor wurde der Begriff „Weißbier" lediglich für das Verfahren mit obergäriger Hefe verwendet, bei der sich an der Oberfläche des Gargefäßes eine weiße Haube bildet. Eine weitere Verwendung des Wortes war, den Unterschied zu anderen Braugütern darzustellen (z.B. Schwarzbier).



Der Konsum:

Kommen wir doch zum Wichtigsten:

Der richtige Umgang mit dem Weißbier.

Um den puren Genussmoment zu erleben, muss das Weizen kühl, dunkel und stehend gelagert werden.

Dann braucht man ein Weißbierglas, dass man mit klarem kaltem Wasser ausspült und anschließend abtropfen lässt.

Das verhindert das Überschäumen des Bieres (Weißbier ist stark kohlensäurehaltig).

Ebenfalls wichtig ist, dass das Glas frei von Fettflecken ist, da sonst der Schaum zusammenfällt.

Jetzt geht's ans Einschenken, servieren und trinken.


  • Weißbierglas schräg halten und in mäßiger Geschwindigkeit zu einem 3/4 voll machen

  • Mit kreisenden Bewegungen die Hefe vom Flaschenboden lösen

  • Hefe gleichmäßig auf dem Schaum verteilen

  • Genießen


  • Hetzen beim Einschenken🤦‍♂️

  • Verschütten 😨

  • Mit Zitrone servieren🤢🤮🤮🤮

Im Internet hab ich folgendes gelesen: „Auch Reiskörner haben im Weizen nichts verloren"- Also. Wer auch immer ein Weißbier so vergewaltigt und Reis reinkippt............ Ganz ehrlich, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Da ist auch die teuerste Therapie nicht von Nutzen😅


Der Weißbierschiss:

Klar kann es mal vorkommen, dass einem das Weißbier ganz gut schmeckt und man ein bisschen über den Durst trinkt.

Am nächsten Morgen kann sich das dann auf ungemütliche Art und Weise bemerkbar machen.

Reden wir jetzt mal gar nicht vom Kater, sondern der eigentlichen Plage: Der Bierschiss.

Ich habe jetzt verschiedene Tipps dagegen im Internet gefunden.

  • Kohletablette

  • Fettiges Essen

  • Kreislauf, sowie dadurch Stoffwechsel in Schwung bringen (z.B Spazieren gehen)

  • 1 Konterbier ???

Diese Angaben sind natürlich ohne Gewähr

Um's kurz zu fassen:

Prost miteinander! 🍻🍻🍻

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